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Vom schwierigen Umgang mit Anerkennung
Lob, das nicht als Anerkennung ankommt, und Konflikte, die aus scheinbar sachlichen Themen eskalieren, haben oft dieselbe Ursache: einen unbefriedigten Aggressionstrieb, den menschlichen Wunsch nach Rang und Wertschätzung für Leistung. Wird die Aggression nicht konstruktiv eingesetzt, sucht sie sich einen destruktiven Weg. Die BioLogik kennt die Auslöser für Konflikte und Aggressionen und zeigt Möglichkeiten für den Umgang mit dem Aggressionstrieb, die sowohl soziale Sicherheit der Ränge im Team als auch die Anerkennung der einzelnen Leistungsbeiträge berücksichtigt.
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Aggression, der Trieb zum Sieg
Aggression hat landläufig ein schlechtes Image: die meisten Menschen verbinden damit Gewalt, Unterdrückung, Krieg, Zerstörung, Ausgrenzung. Im evolutionären Sinn ist das aber nur die halbe Wahrheit. Die andere Seite zeigt: Anerkennung für Leistung wird wie ein Sieg empfunden und ist somit die humanste und wünschenswerteste Form der Befriedigung des Aggressionstriebs. Und genau hier liegt die positive Kraft der Aggression und der daraus abgeleitete Auftrag an die Führung. Denn wird die Kraft der Aggression nicht konstruktiv kanalisiert, sucht sie sich einen destruktiven Weg: Konkurrenzdruck, Mobbing oder eskalierende Konflikte um vermeintlich sachliche Themen.
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Führungsaufgabe Anerkennung
Ausgangslage: Eine interne Mitarbeiterbefragung bei einem großen schwäbischen Automobilhersteller deckte ein deutliches Anerkennungsdefizit auf. Die Führungskräfte waren unsicher, wie Anerkennung überhaupt funktionieren soll, ihre Rolle war aus ihrem Selbstverständnis heraus eher auf das Erkennen und Kritisieren von Fehlern ausgelegt.
Erkenntnis: Anerkennung stellt die Kraft der Aggression in den Dienst der Leistung doch ohne konkretes Handwerkszeug bleibt diese Form der Motivation in der Führung ungenutzt. Es braucht sowohl das Verständnis der biologischen Hintergründe als auch unmittelbar anwendbare Formate, um Anerkennung im Führungsalltag wirksam umzusetzen.
Veränderung: Gemeinsam mit der konzerneigenen Fortbildungsabteilung wurde ein Format entwickelt, das beides verbindet: die biologischen Zusammenhänge des Aggressionstriebs und moderiertes, praktisches Anerkennungstraining, dessen Wirkung direkt in der Gruppe analysiert und für den eigenen Führungsalltag aufbereitet wurde. Jede teilnehmende Führungskraft verließ das Format mit einem konkreten, sofort einsetzbaren Vorgehen für den eigenen Verantwortungsbereich.
Ergebnis: Der Mix aus biologischem Hintergrundswissen, Erfahrungsaustausch und praktischem Training führte zu einem nachhaltigen Lerneffekt, bestätigt z. B. durch anhaltende Begeisterung ehemaliger Teilnehmender und eine positive, unabhängige Bewertung des Formats im Rahmen einer konzernweiten Weiterbildungserhebung und -beurteilung.
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Anerkennung wirkt
Egal ob Konzern oder KMU. Menschen, die Leistung erbringen erwarten zurecht Anerkennung. Nicht als Lobhudelei oder Schmeichelei sondern offen, konkret und direkt. Über die Motivation des Einzelnen hinaus schafft Anerkennung eine positive Leistungsstruktur und stabilisiert das gemeinsame Handeln im Team.
